FCI: Walpurgis muss gehen


 
Nach dem misslungenen Start in die Zweitliga-Saison gehen Schanzer und Trainer Maik Walpurgis ab sofort getrennte Wege. Stefan Leitl übernimmt als Interimstrainer. 

(ir) „Nach dem schlechten Start in die Saison fehlt uns die Überzeugung, dass eine Trendwende in der bestehenden Konstellation eingeleitet werden kann. In der gemeinsamen Zeit haben wir Maik Walpurgis menschlich und fachlich sehr schätzen gelernt, sodass wir uns die Entscheidung in den Gremien nicht leicht gemacht haben. Doch nach intensiver Analyse der Entwicklungen sahen wir uns zu diesem Schritt gezwungen“, erklärt Harald Gärtner, Geschäftsführer Sport und Kommunikation, den einstimmigen Beschluss des Aufsichtsrates. Die Freistellung betrifft auch Co-Trainer Ovid Hajou, der im November mit Walpurgis angetreten war.

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DMaik Walpurgis äußert sich wie folgt zur Entscheidung: „Wir haben in der letzten Saison die große Herausforderung im Abstiegskampf angenommen, den FC Ingolstadt 04 in der Bundesliga zu halten. Im Abstiegskampf hat die Mannschaft eine beeindruckende Mentalität und eine enorme taktische Disziplin gezeigt. Mit der 2. Bundesliga waren wir vor eine neue Aufgabe gestellt. Für den Fehlstart in dieser Liga übernehme ich die volle Verantwortung. Ich hätte mich der Aufgabe gern weiter gestellt, respektiere aber die Entscheidung der Verantwortlichen. Herzlichen Dank an den Verein, die Fans und meine Spieler für die Zusammenarbeit und für eine intensive Zeit. Ich wünsche dem FC Ingolstadt 04 alles Gute und viel Erfolg für die weitere Saison.“

Das Traineramt übernimmt vorerst Stefan Leitl. Der 40-jährige Fußballlehrer ist bereits seit 2007 bei den Schanzern und damit ein echtes Urgestein des Clubs: Als langjähriger Kapitän der Profimannschaft beendete er seine aktive Karriere 2013 und ist seitdem im Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) tätig. Zwischen Sommer 2013 und September 2014 betreute er die U 17-Auswahl der Schanzer, seitdem war er als Trainer der U 21 tätig. Dort rückt Roland Reichel, sportlicher Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, interimsmäßig auf den Trainerposten.

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Seit März 2017 ist der gebürtige Münchner Stefan Leitl im Besitz der Fußballlehrer-Lizenz. Gärtner über die Interimslösung: „Stefan kennt unseren Verein in- und auswendig, er hat die Entwicklung in den vergangenen zehn Jahren mit vorangetrieben – auf wie neben dem Platz. Wir sind überzeugt davon, dass er der Mannschaft für das wichtige Spiel am kommenden Freitagabend in Fürth neue Impulse geben wird.“ Im Trainingsbetrieb assistieren ihm Michael Henke und Ersin Demir. Letzterer war bereits in den vergangenen Jahren Co-Trainer von Leitl.







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