Rekordablöse für Pascal Groß



Der Mittelfeldspieler verlässt den FC Ingolstadt 04 in Richtung England. Über die genaue Abslösesumme schweigen die beteiligten Parteien.

(ir) Mittelfeldspieler Pascal Groß wird die Schanzer nach fünf Jahren verlassen und künftig für Brighton & Hove Albion auflaufen. Der 25-Jährige, der bei den Schanzern noch einen Vertrag bis 2018 hatte, unterzeichnete nun einen Vierjahres-Vertrag bei den „Seagulls“. Dabei generiert der FCI den größten Transfererlös der Vereinsgeschichte, über die genauen Modalitäten vereinbarten die Vereine jedoch Stillschweigen.

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Der gebürtige Mannheimer freut sich auf die neue Herausforderung, auch wenn ihm der Abschied nach dem letzten Saisonspiel gegen den FC Schalke 04 am morgigen Samstag um 15:30 Uhr im Audi Sportpark schwer fallen wird: „Ich habe in Ingolstadt eine großartige Zeit erlebt, durfte zum Bundesliga-Spieler reifen und hätte mich gerne mit dem Klassenerhalt verabschiedet. Mein Entschluss stand jedoch unabhängig davon fest. Mein großer Dank gilt allen Verantwortlichen sowie den Mitarbeitern, meinen Teamkollegen und den Fans, die immer hinter uns standen. Ich bin stolz darauf, ein Teil des FCI gewesen zu sein. Jetzt wünsche ich mir zum Abschluss einen Heimsieg gegen Schalke 04 und freue mich, danach die neue Aufgabe bei Brighton & Hove anzugehen.“

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Und Sportdirektor Thomas Linke: „Pascal hat großen Anteil an der Entwicklung der letzten Jahre und wird für den Verein sicherlich als eine der prägenden Spielerfiguren in Erinnerung bleiben. Er hat sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt und ist vorangegangen, auf sowie neben dem Platz, in erfolgreichen wie in weniger erfolgreichen Zeiten. Dass so ein Akteur in den Transferperioden Begehrlichkeiten weckt, ist nur die logische Konsequenz, darauf waren wir gut vorbereitet. Genauso haben wir Verständnis für Pascals Wunsch, nach fünf Jahren den nächsten Schritt zu gehen. Wir wünschen ihm alles Gute in der Premier League und bedanken uns für seinen leidenschaftlichen Einsatz in den vergangenen fünf Jahren.“

Groß war 2012 ablösefrei vom Karlsruher SC zu den Schanzern gewechselt, lediglich Kapitän Marvin Matip (seit 2010) und Moritz Hartmann (seit 2009) spielen noch länger in der Donaustadt. In 164 Spielen im Trikot der Donaustädter verbuchte er 16 Tore und 40 Vorlagen. Mit sieben Treffern und 23 Assists war er in der Saison 2014/15 maßgeblich am Aufstieg in die Bundesliga beteiligt.







ERCI: Fabian Dahlem neuer Torwarttrainer



Der 51-jährige Oberbayer betreut ab sofort die Torhüter der Profi-Mannschaft und der höheren Nachwuchsteams. 

(ir) Sportdirektor Larry Mitchell sagt: „Wir besetzen die Stelle für die kommende Saison neu und haben mit Fabian Dahlem einen Fachmann gefunden, der sehr gut zum ERC Ingolstadt passt.“

Dahlem ist bei den Panthern bereits ein bekanntes Gesicht. Von 1998 bis 2001 spielte er als Torhüter für den ERC und trug zur Zweitligameisterschaft bei. Dahlem sagt: „Das war der perfekte Abschluss meiner Spielerkarriere.“

Auch hinter der Bande war er bereits für die Panther im Einsatz: 2003/04 unterstützte er Ron Kennedy als Co-Trainer. „Ich durfte als Trainernovize mithelfen. Diese Erfahrung hat mich für meine weitere Laufbahn geprägt“, erzählt Dahlem. Akribie, Kommunikation und Ehrlichkeit sind Grundpfeiler seines Arbeitsstils.

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Nach der Station Kaufbeuren war Dahlem sechs Jahres als Assistenztrainer bei den Kassel Huskies aktiv. Später führte Dahlem Clubs der zweiten Liga und der österreichisch-internationalen Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) als Cheftrainer und Sportdirektor an. Seinen Wohnsitz Gaimersheim bei Ingolstadt behielt er über all die Jahre bei. Dahlem sagt: „Es gefällt mir einfach sehr in Ingolstadt. Es freut mich, dass ich jetzt zum ERC zurückkehre.“

Bei den Panthern leitet Dahlem ab der neuen Saison die Torhüter der DEL-Mannschaft an. „Darauf liegt sicherlich mein Hauptaugenmerk“, sagt Dahlem. Der frühere Torwart wird mit Nationalspieler Timo Pielmeier und dem zweiten Mann der Profis regelmäßig in Einheiten auf dem Eis arbeiten. Dazu analysiert er mit ihnen unter der Woche per Video Stellungsspiel und Bewegungsabläufe.

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Dahlem geht künftig auch allwöchentlich mit den Torhütern der U16 und der U19 aufs Eis. Christine Schlamp, Jugendleiterin der Eishockeyabteilung des ERC Ingolstadt e.V., sagt: „Das wird unsere jungen Torleute sicher weiterbringen. Sie können mit einem früheren Profi reden und werden von seinem großen Erfahrungsschatz im Training profitieren.“

Dank dieser Erfahrung wird Dahlems Aufgabenbereich auch über den Torwartbereich hinausgehen. Sportdirektor Mitchell sagt: „Er kann auch Cheftrainer Tommy Samuelsson als zusätzlicher Assistent unterstützen. Wir freuen uns, dass Fabian Dahlem unser Trainerteam verstärkt.“







Carson hält die Null



Zwei Einzelleistungen hatten es die Zweitliga-Baseballer vom TV 1861 Ingolstadt zu verdanken, dass sie zumindest mit einer Siegteilung aus dem Doppelspieltag gegen Aufsteiger Freising davonkamen. 

(ir) Mit einem 3:0-Sieg im zweiten Spiel wetzten die Hausherren die Scharte aus der 2:10-Niederlage zuvor aus. Und das lag in erster Linie an der Schlagleistung von Keith Pastore und den Werferqualitäten von Jake Carson. „Am Schlag ist uns heute fast nichts gelungen. Nur Keith hat den Ball getroffen“, meinte Coach Matthias Rucker und lobte zugleich den 24-Jährigen US-Boy Carson, der mit seinem ersten Saisonspiel ohne Gegenpunkt ein wichtiges Shutout markierte. Dadurch reichten den Ingolstädtern drei Punkte zum Sieg.

Im ersten Spiel waren jedoch zwei Punkte viel zu wenig gegen eine junge und elanvolle Freisinger Mannschaft, die vom Start weg vier Zähler gegen Ingolstadts Startwerfer Holger Koch markierten. Als die Schanzer schon 1:7 zurücklagen, schickte sich Einwechselwerfer Michael Hübner an, den Schaden gering zu halten. Doch weil aus der Ingolstädter Offensive kein Konter gegen den starken Freisinger Pitcher Raphael Walchshäusl gelang, fiel die Aufholjagd aus.

Im zweiten Spiel legte Pastore den Grundstein für den Sieg gleich im ersten Abschnitt. Zunächst beförderte der gebürtige Venezuelaner den Ball scharf ins Centerfield, worauf David Tietmann zum 1:0 punktete. Wenig später erzielte Pastore selbst das 2:0. Auch das 3:0 besorgte der 35-Jährige per weiten Schlag ins Centerfield.

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Carson übernahm derweil die Regie auf dem Werferhügel und kam nur im dritten Abschnitt in Bedrängnis. Doch in Kombination mit Catcher Darren Heisel verhinderte er den Freisinger Anschlusspunkt an der Homeplate. Im Ingolstädter Nieselregen schickte der Rechtshänder aus Seattle insgesamt zwölf Freisinger per Strikeout zurück auf die Bank und ließ nur zwei gültige Treffer zu.

Die Schanzer bleiben mit fünf Siegen und drei Niederlage in der oberen Tabellenhälfte und müssen nächsten Sonntag nach Fürth.

Das Foto zeigt Jake Carson mit seinem ersten Shutout für die Schanzer Baseballer.







ERC holt Stürmer Ramoser



Der ERCI hat Joachim Ramoser für die kommende Spielzeit verpflichtet. Der 22-jährige Angreifer stand zuletzt bei HC Bozen Foxes in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) unter Vertrag. 

(ir) Ramoser stammt aus Südtirol, kam aber bereits mit 13 Jahren nach Deutschland. Er erhielt seine Eishockey-Ausbildung in Mannheim, Bad Nauheim, Berlin und Salzburg. 2015/16, in seiner ersten Senioren-Saison, gewann er mit München den DEL-Titel. „Ich habe Joachim aus den Spielen gegen München in guter Erinnerung“, sagt ERC-Sportdirektor Larry Mitchell. „Er skatet gut und geht auch mit vollem Einsatz in die Zweikämpfe. Er hat einen guten Eindruck hinterlassen.“

In der vergangenen Spielzeit, in der er unterjährig von München nach Bozen wechselte, kam er verletzungsbedingt nur auf zwei Ligaspiele. „Das war eine frustrierende Saison“, sagt Ramoser. Vor kurzem unterzog er sich einer Operation, bis in den Herbst hinein wird er mit Reha-Maßnahmen beschäftigt sein. „Mir geht es besser und es wird wieder aufwärts gehen. Ich freue mich auf den ERC. Mit den Panthern war ich vor zwei Jahren schon in Kontakt, jetzt hat es mit uns geklappt.“

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„Joachim hatte in der vergangenen Saison Pech“, sagt ERC-Trainer Tommy Samuelsson. „Wir wissen aber, was er kann. Er ist kraftvoll auf dem Eis, arbeitet hart und hat eine gute Schlittschuhtechnik. Für ihn kommt der Saisonstart zu früh, aber wir geben ihm die Zeit, fit zu werden und dann im Winter bei uns anzugreifen.“

Joachim Ramoser wird beim ERC Ingolstadt das Trikot mit der Nummer 47 tragen.







Red Sox Judodamen im Aufwind



DJK-Kämpferinnen gehen in Peiting unentschieden aus dem Kamp.

(ir) Beim zweiten Bayernligakampf standen die Red Sox der DJK Ingolstadt dem TSV Peiting gegenüber. Mit einer geschlossenen Teamleistung erzielten die Ingolstädterinnen gegen den Gastgeber ein 10:10 (100:97) Unentschieden und sind wieder im Rennen, um einen vorderen Tabellenplatz. Nun heißt es bei den zwei Heimkämpfen am 7. und 21. Mai zu punkten, denn die Leistungsdichte in der Liga ist enorm hoch.

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Nachdem schon die erste Begegnung der Saison mit einem äußerst knappen Ergebnis endete, sollte auch diesmal die Spannung bis zum Schluss angehalten werden. Die beiden Münchnerinnen Leocardia Zheng und Eliana Pielmeier zeigten sich ihrer Favoritenrolle gerecht und brachten die DJK nach kurzer Kampfzeit mit tollen Wurftechniken in Führung. Doch in den folgenden Kategorien bis 70 Kilogramm und bis 63 Kilogramm gab es nichts zu holen und im Leichtgewicht teilte man sich die Punkte durch kampflose Begegnungen. Blieb die Klasse über 70 Kilogramm, wo sich Annemarie Otte mit Trainingsrückstand und Josy Kratky mit Krankheit in den Dienst der Mannschaft stellten und zwei tolle Siege einfuhren zum 5:5 Zwischenstand.

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Ähnlich verlief dir zweite Runde. Zheng und Pielmeier gaben den Takt mit ihrem tollen Judo vor. Anett Döring, Carina Pitow und Laura Braun mussten erneut den Gastgebern den Vortritt lassen. Leoni Murner jedoch zeigte eine kämpferische Glanzleistung gegen die starke Anki Schubert. Von Coach Anja Keidel hervorragend eingestellt hielt sie sich lange Zeit auf Augenhöhe bevor sie am Ende mit Haltegriff unterlag. Neuzugang Hanna Kley warf ihre Widersacherin sogar fünf Mal bis zum entscheidenden Sieg und Christina Blechinger kam kampflos zu einem weiteren Zähler auf dem Red Sox Konto. Josy Kratky schließlich sorgte mit einem zweiten Punktgewinn für das Remis.







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