Ein Sternenbärchen für die Eltern


 
Sternenkinder, sind Kinder die während der Schwangerschaft, bei der Geburt oder kurz nach der Geburt versterben. 

(ir) Oft fühlen sich die Eltern verlassen und einsam, wenn ihr Kind viel zu früh gehen musste. Was bleibt ist die Trauer und die Tatsache, dass es keine Erinnerung an ihr Sternenkind gibt. Hier greift die Idee von der Aktion „Sternenbärchen“. Ein Sternenbärchen für die Eltern als Erinnerungsstück an das verstorbene Kind, das man in der Hand halten kann, drücken und herzen kann, um so seines Kindes zu gedenken.

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Andrea List aus Ingolstadt wollte sich ehrenamtlich engagieren und ist irgendwann mal auf die Homepage www.sternenbaerchen.de gestoßen. Sie war sofort begeistert und da sie als Hobby gerne häkelt konnte sie beides verbinden. Mittlerweile hat sie in der Region ein Netzwerk gegründet und gleichgesinnte junge Frauen gefunden, die mit ihr jetzt gemeinsam Sternenbärchen herstellen. Diese Bärchen werden kostenlos an Einrichtungen, Kliniken und Praxen verteilt. Als sie bei den Kliniken St. Elisabeth, eine Einrichtung der katholischen Jugendfürsorge Augsburg, angerufen hat, stieß sie auf offene Türen. Denn das Neuburger Krankenhaus ist schon immer für das Thema „Sternenkinder“ und „verwaiste Eltern“ offen und hat schon seit Jahren mit anderen Initiativen und Organisatoren Kontakt. Also wurde ein Treffen in Neuburg vereinbart, bei der auch Angelika Heimisch von der Klinikseelsorge anwesend war. Bei dem Treffen wurde man sich schnell einig, dass die Sternenbärchen auch in Neuburg und auf der Station am Klinikum Ingolstadt zum Einsatz kommen sollen. „Ich weiß, dass es viele Eltern gibt, die auf der Suche nach Halt in ihrer Trauer sind und diese Erinnerungsstücke sehr gerne annehmen“, so Angelika Heimisch im Gespräch.

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Also brachten Andrea List und Maria Dittrich je ein Körbchen für Neuburg und Ingolstadt mit. Das Schöne an den Bärchen ist die Einzigartigkeit eines jeden Bärchen, so wie jedes Sternenkind individuell und einzigartig ist. Als Herz hat jedes Bärchen einen kleinen Stern, jedoch kein Gesicht. Diese Entscheidung bleibt den Eltern überlassen, ob sie ihrem Sternenbärchen ein Gesicht und somit Persönlichkeit verleihen wollen. Der große Vorteil ist die Größe, die in jede Handtasche passt, überall mit hingenommen werden und bei Bedarf gehalten und gedrückt werden kann. Da alle Bärchen kostenlos abgegeben werden, ist die Gruppe um Andrea List natürlich auf Sachspenden angewiesen. Seien es Stoffreste aus Jersey, Wolle, Nähgarn oder Stopfwolle, die zur Herstellung benötigt werden. Vielleicht möchte auch jemand ehrenamtlich mithelfen und die Initiative unterstützen.

Nähere Informationen erteilt Andrea List per E-Mail unter andrea.list85@gmx.de oder unter info@sternenbaerchen.de

Das Foto zeigt die Sternenbärchen von Andrea List und ihren Mitstreiterinnen, die nun auch in den Kliniken St. Elisabeth und in deren Außenstelle am Klinikum Ingolstadt zum Einsatz kommen. Von links nach rechts: Maria Dittrich, Angelika Heimisch und Andrea List.







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