Erster Weltkrieg – 14/18 Mitten in Europa


 
Ausstellung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen.

(ir) Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. In Erinnerung daran präsentiert das Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen die Ausstellung „Erster Weltkrieg – 14/18 Mitten in Europa“. Sie ist bis Donnerstag, 12. April 2018 im Foyer des Landratsamtes in Neuburg, Platz der Deutschen Einheit 1 für die Öffentlichkeit zugänglich.

Zur feierlichen Eröffnung der Wanderausstellung, die vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. konzipiert wurde, begrüßte Landrat Roland Weigert am Dienstag zahlreiche Gäste, darunter Bürgermeister, Kreisräte, Vertreter der Bundeswehr, Mitglieder der Kriegsgräberfürsorge sowie der Soldaten- und Kameradenvereine aus dem Landkreis.

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Für das Landratsamt als Ausstellungsort hatte sich der Volksbund bewusst entschieden, da das Gebäude einst Kaserne des in Neuburg stationierten Königlich Bayerischen 15. Infanterie-Regiments König Friedrich August von Sachsen war. 1918 wurde das Regiment aufgelöst.

An das Schicksal der Neuburger Soldaten im Ersten Weltkrieg erinnerte Landrat Weigert in seiner Eröffnungsansprache: „Sie kämpften an der Westfront und erlitten hier herbe Verluste.“ Als Beispiel griff er die Schlacht um Verdun 1916 heraus, wo allein von Mai bis Juli 400 Soldaten des 15er-Regiments fielen und über 2000 verletzt wurden. Auch das Gefecht in dem französischen Ort Lassigny im Herbst 1914 sprach er an. Dort besiegten die Neuburger die marokkanischen Kolonialtruppen, die auf der Seite Frankreichs kämpften. An dieses Ereignis erinnert der Name der Lassigny-Kaserne, die sich hinter dem Landratsamt befindet. Zeugnisse finden sich noch heute am Soldatenfriedhof in Lassigny, wo viele Neuburger Namen in die Grabsteine gemeißelt sind.

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„Schicksale von Soldaten, aber auch der Zivilbevölkerung an der so genannten Heimatfront beleuchtet auch die Wanderausstellung“, erklärte Maximilian Fügen. Der Schul- und Bildungsreferent beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Landesverband Bayern führte in die Ausstellung ein und hob dabei hervor, dass sie wesentliche Ereignisse des Ersten Weltkrieges sowie die Kriegsfolgen darstelle. Thematisiert werde darüber hinaus der gesamteuropäische Blick auf die Kriegsschauplätze einschließlich Ost- und Südosteuropas und der Ereignisse im Nahen Osten. Fügen hob zudem die Bedeutung der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit des Volksbundes als Zukunftsarbeit hervor und nannte neben der politischen Bildung die internationalen Jugendbegegnungen an Kriegsgräberstätten.

Junge Menschen sollen auch mit der Ausstellung im Landratsamt angesprochen werden. Deshalb sind Schulen des Landkreises Neuburg-Schrobenhausen zu einem Besuch eingeladen. Fragen zur Ausstellung und zur Arbeit des Volksbundes beantwortet Christian Felbermeir, der während der Öffnungszeiten des Landratsamtes die Ausstellung betreut.

Das Foto zeigt Maximilian Fügen (links), Schul- und Bildungsreferent beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. im Landesverband Bayern, sowie Landrat Roland Weigert (2. von links), die am Eröffnungstag die Gäste durch die Ausstellung führten.







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