Das Leben einer Tasse


  
Vortrag von Professor Gerhard Glüher im Museum für Konkrete Kunst.

(ir) Am Donnerstag, 7. Dezember lädt das MKK im Rahmen der Ausstellung FUNKE FENGEL zu einem ungewöhnlichen Vortrag ein. Ab 19:00 Uhr spricht Gerhard Glüher, Professor für Philosophie und Theorie der Ausdrucksformen an der Freien Universität Bozen, über das mögliche „Leben einer Tasse“. Er sieht in Dingen Lebensbegleiter und Geschichtenerzähler. Das verspricht, seinen Beitrag zu etwas ganz anderem als zu einer trockenen Unterweisung werden zu lassen.

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Der Vortrag nimmt die Designobjekte der Sammlung Funke und die Intervention des Münchner Künstlers Martin Fengel als Anlass, um Antworten auf die folgenden Fragen zu finden: Kann man überhaupt von einem Leben der Dinge sprechen? Und wenn ja, wie sehen diese Leben aus? Gerhard Glüher ist zwar Designtheoretiker und Philosoph, verzichtet in seinen Überlegungen jedoch nicht auf Ironie und Augenzwinkern, auch in Bezug auf die hehre Wissenschaft.

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Nur ganz nüchterne Zeitgenossen haben niemals Zweifel daran, dass die Dinge um uns kein Gemüt haben, nie traurig sind und keine Feste feiern. Was wäre aber, wenn wir den Dingen ein Leben zugestehen würden? Manche begleiten uns viele Jahre, manche „leben“ nur kurze Zeit, wieder andere werden nur an besonderen Tagen gezeigt und einige liegen in Archiven. Gerhard Glüher sieht Dinge nicht nur als Produkte oder Waren, sondern erkennt in ihnen Kameraden, Freundinnen und manchmal auch lästige Gesellen. In seinem Vortrag fordert er dazu auf zuzuhören, wenn sie ihre Geschichten erzählen.

Der Eintritt beträgt 5,50 Euro, ermäßigt 4 Euro.







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