„Gestärkt aus der Corona-Krise hervorgehen“: KU feiert ihr 40-jähriges Bestehen virtuell



Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) besteht seit 40 Jahren.

(ir) Im Terminkalender der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) ist eigentlich der Dies Academicus eine feste Größe. Rund um den 25. November, den Namenstag der Heiligen Katharina von Alexandrien als Schutzpatronin der KU, nimmt die Universität ihren akademischen Feiertag zum Anlass, um im Beisein von vielen Gästen auf das vergangene Jahr zurückzublicken und einen Ausblick auf kommende Entwicklungen zu geben. In diesem Jahr hätte es zudem einen besonderen Grund zum Feiern gegeben – das 40-jährige Bestehen der Katholischen Universität. Doch auch das Jubiläum steht heuer im Zeichen von Corona. Deshalb versammelt die KU nun auf ihrer Homepage unter www.ku.de Grußbotschaften zum Geburtstag der Universität und lädt dazu sein, durch die Geschichte der KU zu blättern.



„Die Corona-Pandemie hat uns vor Augen geführt, wie sehr es für die gesellschaftlichen Herausforderungen auch die Beteiligung von Wissenschaft braucht – und wie wichtig es dabei ist, eine gemeinsame Sprache zu finden“, betont KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien in ihrer Videobotschaft. Die Corona-Krise zeige eindrucksvoll, dass eine Universität wie die KU mit ihrem geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächerspektrum und ihrem katholischen Proprium einen starken Beitrag dafür leiste, dass die Wissenschaft in einer Zeit voller Fragen und Unsicherheiten Orientierung gibt. „Diesen Dienst an der Gesellschaft haben wir fest im Blick, dieser Verantwortung stellen wir uns.“ Das Jahr habe gezeigt, dass Entwicklungen nicht immer in unserer Hand liegen. „Vielleicht ist es das schönste Geburtstagsgeschenk für eine Universität, erfahren zu dürfen, dass wir in der Lage sind, auch gestärkt aus einer solchen Krise herauszugehen“, so die Präsidentin weiter.



Für Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler kann „die KU zu Recht stolz auf das sein, was bisher erreicht wurde, auf ihre einzigartige Rolle in unserer Hochschullandschaft und auf das hohe Ansehen, das sie insbesondere auch bei Studentinnen und Studenten genießt“. Gerade in der Amtszeit von Präsidentin Gien habe die KU sehr gut gedeihen können und sei erstklassig in Forschung und Lehre. Zudem habe die Universität auch im Forschungsbereich in Erfolge erzielen können – etwa im Hinblick auf die Einwerbung von Tenure-Track-Professuren oder den Wettbewerb um KI-Professuren. Sibler dankt in seinem Grußwort auch den KU-Angehörigen – Studierende und Mitarbeitende – für ihr „großartiges Engagement und ihre unermüdliche Tatkraft“ in Corona-Zeiten. Die KU sei auf der Höhe der Zeit, verfüge über reichhaltige fachliche Substanz und überaus engagierte Mitglieder.



„Vielleicht ist es in diesen Tagen und Monaten von besonderer Bedeutung, den auch sozialen Charakter wissenschaftlichen Arbeitens zu betonen. Wissenschaft betreiben, das funktioniert zu einem guten Teil nur miteinander“, unterstreicht der Stiftungsratsvorsitzende Prof. Dr. Peter Beer in seinem Grußwort für den kirchlichen Träger. Es gelte, Aufeinander zu achten, einander immer wieder Mut zuzusprechen und sich gegenseitig in der Arbeit fördern. So gelinge nicht nur die jeweilige Arbeit, sondern auch das zu sein, was wissenschaftliches Arbeiten ungemein unterstütze: Universitätsfamilie zu sein. „Das Ziel, die Universität zu stärken, ihre Autonomie zu fördern sowie ihre Konkurrenzfähigkeit auszubauen verfolgen wir sehr nachhaltig“, so Beer weiter.



Als Vorsitzende des Studentischen Konvents blickt Miriam Gradl auf zwei durch Corona geprägte Semester zurück. Selbst im eigentlich so bunten Sommersemester sei durch die Rahmenbedingungen das studentische Leben eher eintönig gewesen. Studierende und Dozierende mussten sich an Online-Formate gewöhnen. Aber nicht alles in diesem Jubiläumsjahr sei schlecht: „Es wurden viele neue Wege und neue Möglichkeiten gefunden, um zum Beispiel die Inklusion voranzutreiben, asynchrone Inhalte können auch in Zukunft genutzt werden.“



Weitere Gratulanten sind der scheidende Bundesminister und KU-Absolvent Gerd Müller sowie die Oberbürgermeister Josef Grienberger (Eichstätt) und Christian Scharpf (Ingolstadt). „Gerade durch die Katholische Universität verbinde ich eine ganze Menge mit Eichstätt. Sie hat nicht nur mich geprägt, sondern ist ein Leuchtturm in der deutschen Wissenschaft“, so Entwicklungsminister Müller. Für Oberbürgermeister Grienberger trägt die KU aktiv zur Belebung Eichstätts bei und gibt wichtige Impulse in Gesellschaft und Stadt. Ingolstadts Oberbürgermeister Scharpf wiederum sieht eine Win-Win-Situation durch die Zusammenarbeit mit der KU und ihrer Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät am dortigen Campus: Die Stadt profitiere von der Entwicklung der Universität und ihrer Ausrichtung auf moderne Technologien und deren ethische Fundierung - die Universität profitiere vom Wachstum der Stadt und der damit zusammenhängenden wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Entwicklung.