Kein Job wie jeder andere


 
Die Pflege ist ein Beruf für die Zukunft.

„Manchmal ärgere ich mich schon“, so Elisa Sturm. Elisa arbeitet schon seit zehn Jahren im Bereich der Altenpflege. Seit 18 Monaten ist sie jetzt beim Roten Kreuz in der Sozialstation in Beilngries tätig. Man merkt ihr richtig an, dass sie Spaß an ihrer Arbeit hat. Umso mehr ärgert sie sich über die teilweise sehr negative Berichterstattung in den Medien. Sie hat ihren Beruf aus voller Überzeugung gewählt. „Man bekommt so viel zurück“ sagt sie und lächelt dabei. „Wie soll man junge Menschen für diesen Beruf begeistern, wenn immer nur negativ darüber berichtet wird. Ich verstehe es nicht.“

Die Aufgaben in der Pflege werden häufig nur auf Körperhygiene reduziert. Es müssen jedoch viele medizinische Hilfeleistungen durchgeführt werden. Dazu gehören zum Beispiel die regelmäßige Verabreichung von Medikamenten, Insulininjektionen bei Diabetes mellitus, fachgerechte Wund- und Kompressionsverbände anlegen und vieles mehr. Einen erheblichen Zeitaufwand nehmen die Dokumentation der Tätigkeiten, die Qualitätssicherung und das Schreiben von Berichten für die Kassen und Behörden in Anspruch.



Seit 26 Jahren gehört Ulrike Nester zum Team der Sozialstation des BRK. Sie ist dort mit ihrer Kollegin Karola Reim für die Leitung der Sozialstation verantwortlich. Frau Nester war von Anfang an mit dabei und Frau Reim bereichert das Team seit 21 Jahren. Sie haben erlebt wie sich die Pflege und die damit verbundenen Tätigkeiten verändert haben. Wir sind stolz, dass wir sehr gut ausgebildete und motivierte Kolleginnen haben. Auch die mobile Datenerfassung ist nicht mehr weg zu denken. Alle 15 Mitarbeiterinnen in der Pflege sind mit modernen Smartphones ausgestattet.

„Der Verwaltungsaufwand ist schon enorm geworden, aber trotzdem nehmen wir uns Zeit für unsere Patienten. Für viele Menschen sind wir der einzige Kontakt am Tag. Meistens werden wir schon richtig erwartet. Das zeigt uns, wie wichtig menschliche Kontakte sind. Wir sind stolz auf unser gut ausgebildetes und hochmotiviertes Team. Wir würden uns immer wieder für diesen Beruf entscheiden“, sind sich die Leiterinnen einig. Gerne würden wir unser Team noch vergrößern. Durch die flexiblen Arbeitszeiten ist die Arbeit bei uns in der ambulanten Pflege sehr gut für eine Teilzeitbeschäftigung geeignet.

„Als Geschäftsführer des BRK Kreisverband Eichstätt kann ich stolz auf alle unsere Mitarbeiterinnen sein, die für uns in der Pflege und im hauswirtschaftlichen Bereich tätig sind“, so Michael Gorum. „Sie sind an 365 Tagen im Jahr für unsere Mitmenschen im Einsatz. Wir können Ihren Einsatz gar nicht hoch genug einzuschätzen. Unsere Mitarbeiterinnen üben diesen Beruf aus Überzeugung aus. In Gesprächen mit meinen Damen, dieser Beruf ist schon sehr von Frauen dominiert, stelle ich immer wieder fest, dass es ihnen darum geht älteren Menschen mit Respekt zu begegnen und deren Lebensleistung anzuerkennen.

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Ich würde mir wünschen, dass mehr junge Menschen einen Pflegeberuf ergreifen. Es ist wichtig für unsere Gesellschaft, dass den Berufsbildern mehr Wertschätzung entgegengebracht wird. Auch in diesen Berufen kann man sich weiterentwickeln“, so Michael Gorum Kreisgeschäftsführer im BRK Eichstätt.

Frau Sturm befindet sich gerade in einer Ausbildung zur Pflegedienstleitung. Wenn sie diese abgeschlossen hat, wird sie sich in die Führung der Sozialstation miteinbringen. Menschlichkeit und Kompetenz sind in diesem Beruf von hoher Bedeutung. „Dafür brauchen wir Menschen für die dieser Beruf nicht nur ein Job ist, sondern eine Berufung“, so Michael Gorum abschließend.