Mit 500.000 Euro gegen Funklöcher



Mobilfunk-Ausbau: Die Stadt Eichstätt erhält eine Förderung von bis zu 500.000 Euro.

(ir) die Dritte Bürgermeisterin Martina Edl von Eichstätt hat in Regensburg von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Rahmen des bayerischen Förderprogramms Mobilfunk einen Förderbescheid in Höhe von bis zu 500.000 Euro für den Netzausbau in Eichstätt entgegengenommen.



Das Förderprogramm zur Schließung von Funklöchern fördert die Kosten für den Bau von Masten, Fundamenten und Leerrohren mit bis zu 80 Prozent. Die Mobilfunkbetreiber mieten die Standorte und installieren dort ihre modernen LTE-Sendeanlagen. Insbesondere in Buchenhüll kann nun die Planung eines Standortes weitergeführt werden. In diesem Ortsteil und im Bereich des Affentales der Jurahochstraße ist die Mobilfunkversorgung derzeit sehr lückenhaft.



Vorgeschlagen wurde bei der Bürgerversammlung in Buchenhüll im Herbst letzten Jahres unter anderem der Standort neben der Gasregelstation bei der Einmündung zur Jurahochstraße. Mit diesem Standort könnte auch um die Mobilfunkversorgung und damit die Verkehrssicherheit im Bereich der Jurahochstraße verbessert werden. Im Bereich des Bahnhofes in Wasserzell tut sich ebenfalls etwas: Die Telekom selber plant dort eine Sendeanlage, um das dort bestehende Funkloch zu schließen und insbesondere den Fahrgästen der Bahn eine seit Langem dringend gewünschte Mobilfunkversorgung anbieten zu können.



Dritte Bürgermeisterin Martina Edl, die in Vertretung von Oberbürgermeister Josef Grienberger den Förderbescheid entgegengenommen hat, freute sich, dass zu dem EU-geförderten Mobilfunkprogramm für den flächendeckenden Ausbau Bayerns mit Mobilfunkmasten der Freistaat Bayern 130 Millionen beisteuert. Allerdings hätten bislang nicht einmal die Hälfte der förderberechtigten Gemeinden einen Antrag gestellt und Eichstätt sei die einzige oberbayerische Gemeinde bei der Überreichung der Bescheide an 16 weitere Gemeinden gewesen. Speziell dankte sie Herrn Peter Puchtler von der Stadtverwaltung für die gute Vorbereitung und Antragstellung mit dem Erfolg, dass Eichstätt die Förderung nun als eine der Ersten erhalten konnte.



Hubert Aiwanger betonte bei der Überreichung des Förderbescheides: „Leistungsfähiger Mobilfunk ist unverzichtbar für unser wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben. Gerade beim Mobilfunkausbau zeigt sich: Die kommunale Ebene ist entscheidend. Wir brauchen die Städte und Gemeinden als Partner vor Ort etwa bei der Standortsuche. Jeder ertüchtigte oder neu errichtete Sendemast verbessert die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger und stärkt die Kommune als Wirtschaftsstandort.“



Axel Bartelt, Regierungspräsident der Oberpfalz, ergänzte: „Mit dem Mobilfunkförderprogramm hat Bayern Neuland betreten. Wir sind damit Vorreiter. Das Team des Bayerischen Mobilfunkzentrums an der Regierung der Oberpfalz, welches das Förderprogramm seit Dezember 2018 für den gesamten Freistaat abwickelt, begleitet und unterstützt intensiv alle Gemeinden, die die Voraussetzungen des Förderprogramms erfüllen und Interesse an einer Verbesserung des Mobilfunks in ihrem Gemeindegebiet haben.“

Das Foto zeigt die Dritte Bürgermeisterin Martina Edl, die vom Bayerischen Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (beide FW) in Regensburg einen Förderbescheid zum Mobilfunkausbau entgegennahm.