Pfeiferlschnitzen und Jugend singt und spielt Volksmusik


 
Schnitznachmittag für Familien und Kinder im Jura-Bauernhof-Museum Hofstetten.

(ir) Unter dem Motto „Jugend singt und spielt“ war der Sonntagnachmittag im Jura-Bauernhof-Museum Hofstetten ganz der Musik gewidmet. Der Kreisjugendring Eichstätt hatte zusammen mit Kreisheimatpfleger Dominik Harrer junge Musikanten aus dem Bereich der traditionellen Volksmusik zu einem Volksmusiktreffen eingeladen. Zahlreiche Musikanten waren diesem Aufruf gefolgt und fanden sich ein, um zusammen zu musizieren und sich auszutauschen: das Symphonische Blasorchester vom Eichstätter Gabrieli-Gymnasium, der Kinder- und Jugendchor aus Dollnstein, Melanie Böll mit der Veeh-Harfe, die Nachwuchsbläser Möckenlohe und das Geschwisterquartett Meier und Harrer. Trotz frischer Temperaturen drängten sich viele Besucher im Hof zusammen, um die verschiedenen Musikgruppen spielen und singen zu hören. Diese durften sich über sehr viel Applaus freuen. Auf so viele Gäste und Musiker hatten die Veranstalter wegen der schlechten Wetterprognose für den Muttertag gar nicht zu hoffen gewagt, freuten sich aber für die Kinder und Jugendlichen über so viel Zuspruch. Auch der Jura-Backservice hatte viel zu tun – die begehrten „Kiacherl“ waren ruck zuck weg.

Anzeige


Im Anschluss an die Konzerte hatten alle Besucher an diesem Tag, die Möglichkeit von Georg Fanderl vom Kulturhistorischen Verein Beilngries-Kinding e.V. (Technikmuseum Kratzmühle und Spielzeugmuseum Beilngries) zu lernen, wie man sich leicht und schnell ein Musikinstrument selber bauen kann: Aus heimischem Schilfrohr, das beispielsweise an der Altmühl oder an Teichen zu finden ist, schnitzte Fanderl mit einem scharfen Messer innerhalb kurzer Zeit eine Flöte, die es mit dem Pfeifen der Vögel im Frühling durchaus aufnehmen kann. Zur Tonerzeugung wird in das Rohr eine aufschlagende Stimmzunge geschnitten. Damit funktioniert sie im Prinzip ähnlich wie ein Saxophon.

Anzeige


Bereitwillig erklärte er Jung und Alt die Bauweise und griff bei Bedarf unterstützend unter die Arme. So fanden sich dann viele begeisterte Instrumentenbauer im Hof des Museums wieder, um ihr neues, selbstgefertigtes Instrument zu testen. Das fröhliche Pfeifen und Flöten, das am Spätnachmittag in Hofstetten zu hören war, kam von den freudigen Bastlern, die glücklich über ihr selbstgeschaffenes Instrument waren. „Ich finde es wunderbar, dass heute so viele interessierte Schnitzer vor Ort waren – dann macht die Sache gleich noch mehr Spaß“, so Georg Fanderl. Insgesamt eine überaus gelungene Veranstaltung, über die sich alle Organisatoren vom Kreisjungendring Eichstätt und Kreisheimatpfleger Dominik Harrer bis hin zum Museumsverein glücklich zeigten und hofften, dass die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder stattfinden kann. Dann bei hoffentlich wärmeren Temperaturen….