Spende überreicht


 
Der Hospizdienst der Malteser nimmt großzügige Spende der Maria Ward Fachakademie für Sozialpädagogik entgegen.

(ir) In der „Maria Ward Fachakademie für Sozialpädagogik“ der Diözese Eichstätt ist die heißeste Phase des Jahres angebrochen – und das nicht nur wegen rekordverdächtiger Temperaturen. Denn einige der rund 250 angehenden Erzieherinnen und Erzieher, die dort insgesamt fünf Jahre lang ausgebildet werden, haben auch wegen vieler mündlicher Prüfungen zu schwitzen, die sie in den kommenden Wochen noch zu bewältigen haben.

Auch für die Schulleitung und Lehrer ist das Ende eines Studienjahres wegen letzter Korrekturen und Zeugnisvorbereitungen immer besonders intensiv. Doch kürzlich konnte zumindest die Schulleitung Ulrike Rhein und Lehrkraft Sonja Reimann ihre Arbeit Uhr für eine kurze Weile unterbrechen – und das aus einem ganz besonderen Grund: Sie bekamen Besuch vom Hospizdienst der Malteser in Eichstätt. Der Anlass dieses Besuchs ist beiderseits mehr als erfreulich – denn die Fachakademie überreichte Regina Sterz vom Hospizdienst an diesem Tag in feierlich-entspanntem Rahmen eine mehr als großzügige Spende.

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Die Spende, die die Koordinatorin des Hospizdienstes dankbar entgegennimmt, sammelten die Initiatorin der Aktion Sonja Reimann und ihre Helfer am Informationstag der Akademie. Denn auch in diesem Jahr öffnete die Ausbildungsstätte ihre Pforten für Besucher und Studieninteressierte und bot dabei nicht nur die Möglichkeit, sich an verschiedenen Stationen über das Studienangebot zu informieren sowie an einem reichhaltigen Kaffee- und Kuchenbuffet zuzugreifen – die Initiatoren hielten darüber hinaus die Gelegenheit bereit, für einen guten Zweck zu spenden. Und offenbar schienen die meisten Interessenten die kleine Spendenbox nicht zu übersehen und warfen fleißig Geldmünzen ein: Am Ende hatte die Fachakademie eine beachtliche Summe von 540 Euro eingenommen. Das Entgelt galt von Anfang an dem Hospizdienst der Malteser – und das aus gutem Grund, wie Sonja Reimann erzählt: „Es ist uns natürlich immer ein Anliegen, den sozialen Bereich zu unterstützen. Aber der eigentliche Auslöser für diese Spendenaktion war eine Kooperation, die wir kürzlich mit dem Hospizdienst hatten.“

Regina Sterz und Carmen Pickl vom Hospizdienst der Malteser hielten hierbei im Rahmen des Berufspraktikums der angehenden Erzieherinnen und Erzieher eine Fortbildung über Kindertrauer. Die beiden arbeiten hauptamtlich für den Dienst und konnten besonders hilfreiches Wissen dazu liefern, auf welch sensible und behutsame Weise Erzieherinnen und Erzieher mit Kindern umgehen sollten, die einen schmerzlichen Verlust erfahren und verarbeiten müssen. Sowohl die Schulleiterin als auch die Initiatorin der Spendenaktion betonten, dass der Seminartag die Studierenden nachhaltig berührt hatte.

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„Auch das zeigt, wie wichtig die Arbeit ist, die hier geleistet wird. Das Thema Sterben, Tod und Trauer wird in dieser Gesellschaft noch ausgeklammert. Aber es ist wichtig, auch Kinder an diese existenziellen Themen kindgerecht heranzuführen. Denn auch sie werden bereits mit vielfältigen Verlusterfahrungen konfrontiert und benötigen hierbei eine einfühlsame Begleitung“, betont Frau Reimann. Der Lehrkraft für Pädagogik und Psychologie ist es auch ein persönliches Anliegen, dass das Thema Tod in dieser Gesellschaft kein Tabuthema bleibt - sie arbeitete selbst zehn Jahre lang als Hospizbegleiterin bei den Maltesern.
Auch Schulleiterin Ulrike Rhein unterstützte die geplante Spende an die Malteser mit Nachdruck: „Wir wollten eine gute Sache vor Ort unterstützen. Außerdem halten wir es generell für wichtig, dass in unserem Bistum in Schulen, aber auch in Kindergärten und Krippen Trauerarbeit geleistet wird.“ Die finale Übergabe als Abschluss einer rundum gelungenen Zusammenarbeit

Das Foto zeigt Sonja Reimann, die Regina Sterz im Beisein von Frau Rhein und Frau Dittmann den Scheck in Plakatgröße überreichte und damit zur Krönung das perfekte Motiv für ein gelungenes Abschlussfoto lieferte.