Sprachlosigkeit angesichts des großen Nichts


 
Studientagung „Gehen lassen – Tod und Trauer in Schule und Pastoral“.

(upd) Unter dem Titel „Gehen lassen – Tod und Trauer in Schule und Pastoral“ veranstaltet die Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt am Mittwoch, 15. Januar 2020, eine Studientagung. In verschiedenen Programmformaten geht die Tagung auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Herausforderungen ein, die der Umgang mit Tod und Trauer in der Schule und anderen pastoralen Handlungsfeldern für die Betroffenen und die Seelsorgerinnen und Seelsorger mit sich bringt.



Im Hauptvortrag „Trau deiner Hoffnung mehr als deiner Verzweiflung: Herausforderungen, Grenzen und Chancen im Umgang mit Erfahrungen von Sterben, Tod und Trauer“ geht Monika Marose vom Bonner evangelischen Institut für berufsorientierte Religionspädagogik (bibor) der Frage nach, wie im Religionsunterricht und mit biblischen Texten auf die „Sprachlosigkeit angesichts des großen Nichts“ (Jürgen Wiebicke) geantwortet werden kann. Sie setzt sich dabei auch mit dem gesellschaftlichen Umgang mit Tod und Trauer und den Tendenzen, den Tod zum „technischen Problem“ zu degradieren, auseinander.



In der anschließenden Podiumsdiskussion kommen Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher seelsorgerischer Berufsgruppen zu Wort, die in ihrer täglichen Arbeit mit den Themen Tod und Trauer umgehen. Am Nachmittag geben Workshops die Möglichkeit eines vertieften Einblicks in Teilgebiete der Trauer- und Sterbebegleitung. Die Tagung findet von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr im Raum KAP 209, dem ehemaligen Kapuzinerkloster in der Kapuzinergasse 2 in Eichstätt statt.