806 Stunden in 47 Einsätzen


 
Von Helmut Schlittenlohr

Bei der 143. Jahreshauptversammlung der FFW Unterhaunstadt berichtete der neue Vorstand Gerhard Fahrmeier wieder von vielen Aktivitäten des Feuerwehrvereins berichten.

(hs) Der Verein zählt derzeit 251 Mitglieder, 42 sind dabei Ehrenmitglieder, so Fahrmeiers Einleitung. Bei den mehreren Feuerwehrfesten in Friedrichshofen, Gerolfing und Zuchering, war man bei deren 140- und 150 Jahrfeiern jeweils mit einer Abordnung vertreten, so der Vorstand. Ein besonderes Ereignis war wieder das eigene Floriansfest im Mai. Nach dem traditionellen Standkonzert am Hauenstattplatz zogen die Feuerwehrler nach dem Weißwurstfrühstück mit der Trachtenkapelle Hitzhofen zur Kirche St. Peter zur Messe. Danach ging es zurück zu St. Georg, wo an den Gedenktafeln den vermissten und gefallenen Kameraden der beiden letzten Weltkriege gedacht wurde. Die Feuerwehrler nahmen auch wieder am Fronleichnamszug bei St. Peter sowie am Volkstrauertag in Oberhaunstadt mit ihren Fahnenabordnungen teil. Besonders beliebt war auch heuer wieder das Osterschießen beim Schützenverein „Weiße Taube Unterhaunstadt“, bei dem man mit einer großen Truppe teilnahm.

Ebenfalls zum geselligen Teil zählte die Teilnahme an der Dorfmeisterschaft im Stockschießen, die Vorstandschaft wurde Zweite, die Mannschaft der „Jungen“ wurde Zenter. Im Garten des Ehrenzugführers Michael Ammler fand wieder ein zünftiges Grillfest statt, zu dem auch die Ehrenmitglieder eingeladen waren. Großes Pech hatten die Unterhaunstädter mit ihrem Bürgerfest im Juli, das heuer zum 33.Mal stattfand. Ausgerechnet da regnete es, bei diesem alljährlich größten Fest in den beiden Ortsteilen. Doch mit der spontanen Beschaffung von drei Zelten, retteten die Haunstädter kurzfristig die Situation und so war es trotzdem wieder eine prima Veranstaltung, berichtete Vorstand Fahrmeier. Zum Jahresende waren die Unterhaunstädter Feuerwehrler wie jedes Jahr bei St.Peter beim Adventsmarkt mit dabei. Der Verkauf von Glühwein und essbarem brachte wieder einen „schönen Betrag“ ein, dieser wurde der Pfarrei St. Peter gestiftet.



Nach dem Vorstand gab Kommandant Christian Buchberger seinen Bericht ab. 37 Feuerwehrdienstleistende, davon fünf Frauen sowie 8 Feuerwehranwärter, davon 4 Weibliche, leisten ihren Dienst bei der Feuerwehr Haunstadt, so der Kommandant. Auch mit dem Nachwuchs ist man bestens aufgestellt, 18 junge Feuerwehrler hat die KidF, „den Einsatzkräften von morgen“ so Buchberger. Er wies in diesem Zusammenhang dabei darauf hin, „dass es immer schwieriger wird, Menschen für das freiwillige, gesellschaftlich wichtige Ehrenamt zu finden“. Die aktive Truppe leistete insgesamt 3.352 Stunden an Ausbildungs- und Übungsstunden. In 47 Einsätzen waren sie mit insgesamt 806 Stunden im Einsatz. Wobei dabei eine besondere Rolle der 31. Mai spielte, da mussten sie an einem Tag gleich 26 Mal zu Sturmschäden ausrücken. „Die Einsätze werden immer schwieriger, sie werden viel detaillierten und sind zudem nicht nur mehr in den eigenen Ortsteilen“ so der Kommandant. Zu brennenden Fahrzeugen, zu Zimmer- und Dachstuhlbränden, zu Gasaustritten wurden die Feuerwehrler gerufen. Aber auch bei gefällten Bäumen auf den Straßen oder mit Wasser vollgelaufenen Kellern war die Haunstädter Wehr hilfreich dabei. Besondere Anstrengungen erforderten die Einsätze bei den Industriebränden in den Staudingerhallen und bei der Autowerkstatt in der Römerstraße. Einen dringenden Appell richtete der Kommandant zuletzt an den anwesenden Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Lensing. Das Mehrzweckfahrzeug (MZF) aus dem Baujahr 1994 wurde ausgemustert da es im letzten Oktober „nicht mehr durch den TÜV kam“. Um schneller vor einem Einsatzort zu sein, sind unsere Feuerwehrler nun auch mit Privatfahrzeugen unterwegs. Auch die Erneuerung der Hallentore am Feuerwehrhaus ist dringend notwendig, so Buchberger. Ein besonderer Dank kam dann vom Stadtbrandinspektor an die aktive Truppe für ihre tatkräftigen Einsatze, die sich über das gesamte Stadtgebiet hinzogen. Und dann noch ein Extralob für Andreas Beck und Michael Hierl, die Anfang des Jahres über mehrere Tage in den Landkreisen Berchtesgaden und Traunstein zur Unterstützung bei den dortigen Schneekatastrophen beim Räumen von über 1.500 Dächern dabei waren.

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Die Versammlung Fahrmeier im Gasthaus Treffer in Unterhaunstadt endete dann mit einer Vielzahl an Ehrungen für langjährige Mitglieder, denen der Vorstand Gerhard Fahrmeier dankte und Urkunden übergab.

25 Jahre Mitgliedschaft: Schäffler Franz, Überall Franz, Wagner Franz, Fahrmeier Gerhard, List Heinz, Meidinger Herbert, Flohr Jürgen, Fehringer Karl, Moritz Karl-Ludwig, Scharping Michael, Mayer Norbert, Brandl Reinhard, Gössl Siegfried, Schredl Siegfried, Schwärzer Thomas, Rädlein Walter, Kindler Werner, Keil Wolfgang, Scharping Wolfgang.
40 Jahre Mitgliedschaft: Hemm Anton.
50 Jahre Mitgliedschaft: Ploner Anton, Sengl Ernst, Petz Josef.
60 Jahre Mitgliedschaft: Schredl Adolf, Meier Albert, Wibmer Erich, Ammler Michael.
70 Jahre Mitgliedschaft: Staudigl Michael.

Das Foto zeigt 1.Kommandant Christian Buchberger, Franz Wagner (25 Jahre Mitglied), Jürgen Flohr (25 Jahre Mitglied), Franz Schäffler (25 Jahre), Adolf Schredl (60 Jahre), Werner Kindler (25 Jahre), Michael Ammler (60 Jahre), Anton Hemm (40 Jahre), Wolfgang Keil (25 Jahre), Heinz List (25 Jahre), Andreas Beck (stellv. Kommandant), Josef Petz (50 Jahre), Albert Meier (60 Jahre), 1.Vorstand Gerhard Fahrmeier, Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Lensing, Josef Petz (2.Vorstand).