Ingolstädter Impfzentrum entsteht im Orbansaal



Das BRK Ingolstadt übernimmt im Auftrag der Stadt Aufbau und Betrieb des Impfzentrums.

(ir) Der Bayerische Ministerrat hat Ende Oktober 2020 das Impfkonzept für den Freistaat Bayern beschlossen. Demnach sollen auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte lokale Impfzentren aufgebaut werden, die von den jeweiligen Kreisverwaltungsbehörden organisiert werden. Bis Mitte Dezember 2020 soll jeweils an einem zentralen Standort eine räumliche Möglichkeit geschaffen werden, den vom Freistaat bereitgestellten Impfstoff auf freiwilliger Basis zu verabreichen.



Die Stadt Ingolstadt hat sich entschieden, das Impfzentrum nicht selbst zu betreiben, sondern den Betrieb an einen Dienstleister zu vergeben. Im Zuge eines Vergabeverfahrens haben verschiedene Anbieter hierzu ein Angebot eingereicht. Nach Auswertung wurde als Ergebnis des Vergabeverfahrens jetzt der Kreisverband Ingolstadt des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) mit Aufbau und Betrieb des kommunalen Impfzentrums und der Bereitstellung der mobilen Impfteams beauftragt.



Als Standort für das Impfzentrum wurde der Orbansaal in der Bergbräustraße 1 in der Innenstadt bestimmt, da er neben der zentralen Lage und der guten Erreichbarkeit (Tiefgarage Münster) eine flexible Nutzung ermöglicht; Toiletten und weitere Infrastruktur sind vorhanden.

Vorgesehen ist eine Impfkapazität von mindestens 250 Personen am Tag im Impfzentrum und bei den mobilen Impfteams, die je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs erhöht werden kann. Weitere organisatorische Details befinden sich derzeit in Abstimmung und werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben. Die Kosten für Aufbau und Betrieb des Impfzentrums werden vom Freistaat getragen.



Nach dem Impfkonzept des Freistaats ist eine Impfung auf freiwilliger Basis vorgesehen, zunächst für:
• Besonders vulnerable Gruppen wie Menschen hohen Alters, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Betreute und Bewohner in stationären und teilstationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung;
• Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko etwa aufgrund ihres Berufs (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal);
• Berufsgruppen aus sensiblen Bereichen der kritischen Infrastruktur wie Polizei, Feuerwehr und Gesundheitswesen;
• Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko aufgrund äußerer Umstände wie zum Beispiel beengte Wohnverhältnisse.

Für die Umsetzung des Impfkonzepts stellt die Staatsregierung für Sofortmaßnahmen bayernweit zunächst rund 100 Millionen Euro zur Verfügung.