Von Sao Paulo an die Donau



Pflegekräfte aus Brasilien verstärken die Teams im Klinikum Ingolstadt.

(ir) Eine Gruppe von elf Pflegekräften aus Sao Paulo in Brasilien verstärkt ab sofort die Teams im Klinikum Ingolstadt. Zuvor hatte die Gruppe fast ein Jahr lang intensiv Deutsch gelernt und mit einer Prüfung abgeschlossen.



Ein bisschen müde nach 10.000 Kilometern Reise, aber sehr aufmerksam folgten die Blicke der Krankenhaus-Leitung. Gerade einmal seit zwei Stunden waren die elf brasilianischen Pflegekräfte nach einem Zwischenstopp in Frankfurt am gestrigen Dienstag im Klinikum Ingolstadt eingetroffen. Dr. Nicolai Kranz, Geschäftsführer Personal & Organisation und Sprecher der Geschäftsführung, sowie Dr. Andreas Tiete, Geschäftsführer Medizin & Pflege und Ärztlicher Direktor, begrüßten die Pfleger*innen im Klinikum zusammen mit Pflegedirektor Rainer Knöferl und Personalleiterin Karin Burtscher. Sie dankten für das Vertrauen, das die Neuankömmlinge in das Klinikum setzten.



„Am Klinikum Ingolstadt arbeiten Mitarbeiter*innen vieler Kulturen erfolgreich zusammen, darunter bereits einige Ärzte und Pflegekräfte aus Brasilien. Sie haben also auch hier Ansprechpartner aus ihrer Heimat. Am wichtigsten ist, dass Sie jetzt ihre neuen Sprachkenntnisse einsetzen. Sie können schon gut Deutsch, viel besser als ich portugiesisch“, erklärte Knöferl.



„Das Klinikum Ingolstadt hat seine Behandlungsangebote ausgebaut und den Personalschlüssel in verschiedenen Bereichen verbessert. Die Zahl der Pflegekräfte im Klinikum ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, derzeit sind es rund 1.250. Wir bilden gemeinsam mit dem Berufsbildungszentrum Gesundheit in großer Zahl Pflegenachwuchs aus, auch für andere Arbeitgeber. Aber das reicht nicht aus, so dass wir auch auf die aktive Anwerbung von Pflegekräften wie aus Brasilien, Philippinen oder Südosteuropa setzen“, berichtete Kranz.



Anschließend fand der Transfer zu den Wohnungen für die neuen Pflegekräfte statt, die Mitarbeiter des Klinikums möbliert und liebevoll vorbereitet hatten. Sie sollen für die erste Zeit den Start im neuen Land erleichtern. Heute früh war dann die Haltestelle vor dem Haus Treffpunkt: Dort stand der Pflegedirektor, um die Neuen bei Ihrer ersten Busfahrt in Ingolstadt zu begleiten.