Der Wolf zurück in Bayern: So verhalten Sie sich bei einer Begegnung oder Sichtung richtig



In Deutschland gibt es seit 1996 wieder Wölfe, auch in Bayern leben derzeit in vier Regionen Rudel, in vier weiteren sind Einzelwölfe sesshaft geworden.

(ir) Der Wolf ist aufgrund seiner Einstufung im Anhang IV der europäischen Fauna-Flora-Habitat-(FFH)-Richtlinie der EU im Bundesnaturschutzgesetz besonders und streng geschützt. Da es noch viele unbesetzte Reviere gibt, ist mit einer weiteren Ausbreitung der Wölfe im Freistaat zu rechnen.



Nachdem ein Wolf an einem Tag durchschnittlich 50 Kilometer zurücklegen kann, ist eine Wolfssichtung auch im Landkreis Pfaffenhofen jederzeit möglich. Eine direkte Begegnung mit einem wildlebenden Wolf kommt sehr selten vor und das Tier reagiert in der Regel auf den Anblick von Menschen vorsichtig und zieht sich langsam zurück.



Sollte eine Begegnung stattfinden, empfiehlt das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) folgende Regeln:
• Haben Sie Respekt vor dem Tier!
• Laufen Sie nicht weg. Wenn Sie mehr Abstand möchten, ziehen Sie sich langsam zurück!
• Falls Sie einen Hund dabeihaben, sollten Sie diesen in jedem Fall anleinen und nahe bei sich behalten!



• Wenn Ihnen der Wolf zu nahe erscheint, machen Sie auf sich aufmerksam. Sprechen Sie laut, gestikulieren Sie oder machen Sie sich anderweitig deutlich bemerkbar!
• Laufen Sie dem Wolf nicht hinterher!
• Füttern Sie niemals Wölfe - die Tiere lernen sonst sehr schnell, menschliche Anwesenheit mit Futter zu verbinden und suchen dann eventuell aktiv die Nähe von Menschen!

Wer Hinweise auf Wolf, Luchs oder Bär entdeckt, ist aufgerufen, dies mit vorhandenen Bildern beziehungsweise Videos an die E-Mail-Adresse fachstelle-gb@lfu.bayern.de zu senden.