Ausstellung im MKK: Marie-Luise Heller


 
Am Samstag ist Ausstellungseröffnung im Museum für Konkrete Kunst.

(ir) Vom 15. April bis 17. Juni zeigt das Museum für Konkrete Kunst im Erdgeschoss das in jüngster Zeit wiederentdeckte Werk der Künstlerin Marie-Luise Heller (1918–2009). Ein Teil der Arbeiten wurde in dieser Form bisher noch nie der Öffentlichkeit präsentiert.



Ausstellungseröffnung ist am Samstag, 14. April um 19:00 Uhr im MKK. Simone Schimpf, Leiterin des Hauses und Alexandra Liebherr, wissenschaftliche Volontärin, führen in die Ausstellung ein, anschließend gibt die Galeristin Claudia Weil Einblicke in das Künstlerleben Hellers.

Die kräftige Farbwahl und die dynamischen Kompositionen Hellers lassen an die amerikanische Pop Art denken. Doch ist es eine ungegenständliche Variante mit Motiven wie Linien und Spiralen, die wiederum in deutlichem Bezug zur Konkreten Kunst stehen. Im Jahr 1967 wandte sich Heller dem Kunststoff als Träger ihrer Malerei zu. Sie montierte transparentes Plexiglas in mehreren Scheiben hintereinander und erschuf dadurch Objekte mit überraschender optischer Wirkung. Je nach Standort des Betrachters verändert sich die Wahrnehmung.

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Der künstlerische Werdegang von Marie-Luise Heller ist exemplarisch für Frauen der Kreativszene in der Bundesrepublik bis in die 1970er Jahre hinein. Es war eine Zeit, in der sich Künstlerinnen nur schwer am Kunstmarkt behaupten konnten. Neben den Arbeiten auf Plexiglas sind weitere wichtige Werkgruppen der Künstlerin ausgestellt, u.a. Leinwandarbeiten der späten 1960er-Jahre, sowie Klebestreifenbilder der frühen 1970er-Jahre.

Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die freundliche Unterstützung der Nachlassverwalter Thomas Weil und Sabine Tauscher, Galerie von Waldenburg.