„Votivbild“ bei der Mittagsvisite


 
Die Mittagsvisite im Deutschen Medizinhistorischen Museum am Dienstag, 12. Februar 2019 um 12:30 Uhr, findet diesmal in der Sonderausstellung „radikal analog“ statt.

(ir) Dr. Alois Unterkircher beleuchtet einen Brauch, der vor allem im süddeutschen und österreichischen Raum weit verbreitet war und dort teilweise bis heute gelebt wird: das Darbringen eines Votivbildes als Dank für die Rettung aus einer Notlage. Diese Krise konnte eine schwere Krankheit sein, eine komplizierte Geburt oder ein Unfall. Die leidende Person verpflichtete sich dabei, dem um Hilfe angeflehten Heiligen im Falle einer Erhörung ein gemaltes Bild zu stiften.



Bei einem Votivbild handelt es sich meist um eine kleine Holztafel mit Rahmen, die nach sehr formalisierten Vorgaben bemalt wurde. In einer Ecke ist der Stifter zu sehen, in einer anderen der angerufene Heilige, meist auf einer Wolke. Mittig ist das Unglück oder das Leiden in einer überaus realistischen Bildsprache dargestellt, vereinzelt erläutert ein längerer Text den Grund für die Darbringung des Bildes.

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Das Deutsche Medizinhistorische Museum besitzt eine kleine Sammlung derartiger Votivtafeln, die allesamt in der aktuellen Sonderausstellung zu sehen sind. Unterkircher stellt eine dieser Tafel genauer vor und erklärt, was es mit dem Begriff „Ex Voto“ eigentlich auf sich hat.

Treffpunkt ist vor dem Sonderausstellungsraum. Beginn der 30-minütigen Mittagsvisite ist um 12:30 Uhr. Sie dauert 30 Minuten. Der Eintritt ist frei.