Im Knast gelandet: Maskenverweigerer greift Bundespolizisten an



Gegen einen aggressiven Mann lag ein Haftbefehl vor.

(ir) Ein Reisender im ICE 603 von Bamberg nach Nürnberg weigerte sich vehement, die vorgeschriebene FFP2-Maske zu tragen. Deshalb verwies ihn die Zugbegleiterin im Nürnberger Hauptbahnhof aus dem Zug. Dann eskalierte die Situation.



Wie die Bundespolizei mitteilte, forderte eine Zugbegleitung des ICE 603 im Nürnberger Hauptbahnhof am frühen Montagabend die Bundespolizei an, um den Fahrtausschluss eines Reisenden durchzusetzen. „Der polnische Fahrgast hatte sich beharrlich geweigert, die in Zügen vorgeschriebenen FFP2-Maske zu tragen“, so ein Bundespolizeisprecher.



Und er fügte hinzu: „Nur widerwillig kam der Maskenverweigerer dem Platzverweis der Polizeibeamten nach.“ Bei der anschließenden Identitätsfeststellung und fahndungsmäßigen Überprüfung stellte sich heraus, dass der 31-Jährige mit Haftbefehl gesucht wurde, weil er eine 65-tägige Freiheitsstrafe zu verbüßen hatte.



Die Polizisten erklärten dem Mann die Verhaftung und verbrachten ihn zur nahegelegenen Bundespolizeiinspektion. Beim Betreten des Gebäudes schlug der 31-Jährige plötzlich nach einem 53-jährigen Polizeibeamten und wehrte er sich heftigst gegen die Verhaftung.



„Erst nach dem Einsatz von Pfefferspray konnte der 31-jährige Pole überwältigt und in den Gewahrsamsraum gebracht werden“, so der Bundespolizeisprecher weiter. Ein 29-jähriger Polizist erlitt bei dem Angriff Schürfwunden, war aber weiterhin dienstfähig.



Der Verhaftete wird am heutigen Dienstag in eine Justizvollzugsanstalt überstellt. Die Bundespolizei eröffnete gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Körperverletzung. Außerdem wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des Verstoßes gegen die Maskenpflicht in Zügen eingeleitet.