GKO feiert „Frankreich“


 
Abo-Plus-Konzert des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt im Festsaal des Stadttheaters.

(ir) Das Abonnement Plus Konzert des Georgischen Kammerorchester Ingolstadt am Donnerstag, 22. März um 20:00 Uhr im Festsaal der Ingolstädter Stadttheaters feiert „Frankreich“ und schöpft aus seinem Musikrepertoire, seinen Kunstliedern und unverwechselbaren Chanson-Schätzen.

Die Interpretin des Abends ist die Sopranistin Maria Rosendorfsky. Unter der Leitung von Timo Handschuh, Generalmusik-Direktor am Theater Ulm, gestaltet sie den gewichtigen Liederzyklus „Les nuits d’été“ op.7 von Hector Berlioz. Außerdem bringt sie das Lied „Je te veux“ von Erik Satie und Chanson-Klassiker von Edith Piaf zu Gehör. Abgerundet wird der frankophile Reigen durch die „Pavane couleur du temps“ (Adagietto) für Streicher von Frank Martin, Jean Françaix‘ „Symphonie d'archets“ sowie die „Gymnopedie“ Nr. 1 von Erik Satie.

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Vor dem Konzert gibt es um 19:10 Uhr eine Konzerteinführung mit Marco Frei.

Der Liederzyklus „Les nuits d’été“ aus dem Jahr 1834 gilt als das lyrische Meisterwerk von Hector Berlioz. Doch der Titel ist irreführend. Statt um laue Sommernächte kreisen die vertonten Werke aus dem Gedichtband „La comédie de la mort“ von Théophile Gautier um Tod und Todesahnung, Melancholie und Schwermut. In der „Pavane couleur du temps“, ursprünglich 1920 entstanden als Streichquintett in der Schubert-Besetzung mit zwei Violoncelli, ringt der Franko-Schweizer Frank Martin der Melancholie luziden Lyrismus ab. Dagegen gerieren sich die Orchesterwerke von Jean Françaix vielfach ausgesprochen konfliktfrei, fast schon divertimentoartig, so auch die „Symphonie d'archets“ von 1948. Mit seinen „Gymnopédies“ und den „Gnossiennes“ von 1888/90 gilt Erik Satie als Vorreiter der Minimal Music, wobei Virtuosität und Raffinement strikt abgelehnt werden, Einfachheit und Klarheit dagegen entscheidend sind. Das erotisch-sentimentale Lied „Je te veux“ des Komponisten von 1903 nach Worten von Henry Pacory hat indessen die französische Chanson-Kultur geprägt. Ein Vergleich mit den Chansons von Edith Piaf verrät dies im besonderen Maß. Im berühmten „La vie en rose“ wird der Rausch der Liebe besungen und in „Padam Padam“ das Leben an sich, bei dem nichts zu bereuen sei („Non, je ne regrette rien“).

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Die in Wien geborene Maria Rosendorfsky studierte am dortigen Konservatorium Solo- und Liedgesang sowie Musikalisches Unterhaltungstheater. Die Sopranistin steht für eine staunenswerte Vielfalt an Rollen und Genres. Neben Oper und Operette widmet sie sich der Neuen Musik und Sakralwerken. Sie gastierte u.a. an der Wiener Staatsoper, der Volksoper Wien und am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Von 2004 bis 2006 war Maria Rosendorfsky Ensemblemitglied des Theater Ulm, wo sie seit 2013 wieder wirkt.

Timo Handschuh ist seit der Spielzeit 2011/2012 Generalmusikdirektor am Theater Ulm, wo er Musiktheater-Premieren wie „Madam Butterfly“, „Carmen“, „Die Sache Makropulos“, „Turandot“ und „Lohengrin“ dirigierte. Seit 2012 bringt er im „Ulmer Bruckner-Zyklus“ die großen Sinfonien des Komponisten im Ulmer Münster und CCU zur Aufführung. Von 2002 bis 2011 war er Mitglied der Staatsoper Stuttgart, wo er als Kapellmeister und Gastdirigent in den vergangenen Jahren mehr als hundert Vorstellungen leitete.