Zum 100. Todestag des Joseph Ritter von Bengl


 
Posthum geadelt: Vortrag im Bayerischen Armeemuseum.

(ir) Im Jahre 1917 musste Joseph Bengl die Schulbank des Ingolstädter Humanistischen Gymnasiums, das heutige Reuchlin-Gymnasium, verlassen und kam nach einer kurzen militärischen Ausbildung an die Westfront. Er schlug die Laufbahn eines Offiziers ein und erwies sich auch nach einer schweren Verwundung als tapferer Soldat. Nach Kriegsende kehrte er mit dem dezimierten 10er Regiment nach Ingolstadt zurück. Wegen seines außergewöhnlichen Einsatzes wurde ihm im Jahre 1920 der Militär-Max-Joseph-Orden verliehen – die höchste militärische Auszeichnung, die es im Königreich Bayern gab. Kein Träger dieses Ordens war jünger als der „Joseph Ritter von Bengl“. Bengl war auch der letzte, dem dieser monarchische Ritterschlag zuteilwurde.



Dennoch kam diese Auszeichnung zu spät, denn schon am 2. Februar 1919 erlag Bengl, noch nicht zwanzigjährig, den Folgen der Spanischen Grippe. Im Ingolstädter Westfriedhof erinnert ein opulentes Grabmal an diesen tragischen Helden, der seine einzigartige Rangerhöhung nicht mehr erlebte.

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Der Vortrag findet in Kooperation mit dem Historischen Verein Ingolstadt statt. Der Referent Franz Hofmeier ist Herausgeber mehrerer Geschichtsbücher und war langjähriger Schulleiter des Descartes-Gymnasiums in Neuburg an der Donau.

Der Vortrag findet am Donnerstag, 21. Februar 2019 um 19:00 Uhr im Neuen Schloss in Ingolstadt statt.