Nach Randale in der Psychiatrie gelandet


 
Zweimal musste die Polizei in einer Asylunterkunft anrücken. Als sie dann einen Mann festnehmen wollten, ging er auf die Polizisten los.

(ir) Für Ärger sorgte in der Nacht von Montag auf Dienstag ein 35-jähriter Nigerianer in der Gemeinschaftsunterkunft in der Donauwörther Straße in Neuburg. Bereits gegen Mitternacht beschwerte sich ein anderer Bewohner der Unterkunft darüber, dass es im Rahmen einer Party sehr laut sei und er nicht schlafen könne. Als eine Polizeistreife eintraf, stellte sie fest, dass in einem Zimmer Glasscheiben eingeschlagen waren. „Nachdem zunächst kein Verursacher zu ermitteln war, entfernten sich die Beamten wieder von der Örtlichkeit“, teilte ein Sprecher der Neuburger Polizei mit.

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Gegen 1.00 Uhr erhielt die Polizei eine erneute Mitteilung über Ruhestörung. Als die Beamten dann in der Unterkunft eintrafen, stellten sie fest, dass jemand mit einem Feuerlöscher die Verglasung einer Brandschutztüre eingeschlagen hatte. Als Verursacher wurde der 35-jährige Nigerianer benannt. „Als die Polizeibeamten den Mann vorläufig festnehmen wollten, rastete er aus und ging auf einen der eingesetzten Beamten los“, so der Polizeisprecher weiter. Und er fügte hinzu: „Ein weiterer Beamter wurde nach hinten geschubst. Auch in der Arrestzelle der Polizeiinspektion randalierte der Mann weiter und schlug mit dem Fuß gegen die Gitter der Zelle.“ Weil er dann die Polizisten aufforderte, ihn zu töten, wurde er in die psychiatrische Klinik des Ingolstädter Klinikums eingewiesen. Den Sachschaden am Gebäude schätzte die Polizei auf eine Höhe von mehreren hundert Euro.